Nach fast 6 Jahren haben wir sie voll gemacht, die 100.000 Kilometer mit #thewildcaddy. Ich will in diesem Blog einmal zurückschauen und euch auch mein ehrliches Feedback zum Auto inklusive Umbau geben.

Im März 2020, mitten im Corona-Lockdown kam der Caddy als Neuwagen zu uns. Er ist somit einer der letzten aus der 4. Generation. Wenn ihr wissen wollt, welche Ausstattung der Caddy mitbringt und was umgebaut wurde, schaut gern in den Beitrag hier.
Seit damals ist viel passiert und, soviel kann ich vorwegsagen, der Caddy hat das alles gemeistert. Gekauft haben wir ihn, um mit unserem Wohnwagen auf Reisen zu gehen und natürlich um zu meinem Job zu kommen. Die dienstlichen Kilometer haben sich zum Glück in den letzten Jahren drastisch gesenkt und seit ein kleiner e-UP! eingezogen ist, darf der Caddy sich auf die härteren Einsätze konzentrieren. Und davon gibt es seit 2022 eine ganze Menge!




Zwischen 2022 und 2025 diente der Caddy neben seiner Reisebereitschaft auf als Hausbauhelfer. Egal ob Grünschnitt, Bagger holen, Terrassenholz holen – er musste alles mitmachen. Das ganze passierte auch ohne Probleme, auch wenn er die eine oder andere unschöne Stelle bekommen hat. Dank dem Allrad und der knapp 2.0t Zuglast waren auch größere Transporte (siehe Foto 4) problemlos möglich. Auch wenn der Innenraum nicht unbedingt dafür gemacht ist, als Maxi konnte er seine Länge beim Transport von 3 m Balken ganz ausspielen.

Aber nicht nur als Baufahrzeug konnte er zeigen, was er kann. Bei den Kindern haben sich die Hobbys verändert und so dient der Caddy mittlerweile auch als Fahrradtransporter um in die Bikeparks Deutschlands und der Alpen zu kommen.
Dabei ist es problemlos möglich 3 Räder (Downhill, Enduro, Dirt) ins Auto zu laden, ohne etwas abzubauen. Natürlich haben dann auch noch alle 4 Personen im Auto Platz.


Sollten wir mal mehr Platz benötigen, haben wir nun noch einen Heckträger. Hauptsächlich bleibt er aber, was er ist – unser Urlaubsfahrzeug.

So sind wir von den insgesamt 100.000 km knapp die Hälfte mit Wohnwagen gefahren. Dabei waren wir hoch im Norden am Nordkap, aber auch im Süden in Italien.
Sollte sich der ein oder andere für den Verbrauch interessieren, hier unser Langzeitwert.
Im Solobetrieb: 7,8 Liter
Mit Wohnwagen: 12,3 Liter
Meistens mit 4 Personen, 4 Motion und den großen AT-Reifen. Das mag kein Traumwert sein, aber wenn man den Nutzwert dazunimmt doch echt ok.

Reparaturen
Wie sieht es denn aber mit der Zuverlässigkeit in dieser Zeit aus? Eins vorweg: Wir lassen den Caddy aktuell ausschließlich bei VW warten. Hier vor Ort steht uns das Autohaus Schneider dazu zur Verfügung. Alle Inspektionen wurden dort erledigt.
Liegen geblieben ist der Caddy bis heute nicht, ich hoffe, das bleibt auch so! Allerdings gab es ein paar kleine Defekte, welche im Laufe der letzten 6 Jahre behoben werden mussten.
Als Erstes ist im Sommer 2024 die Klima ausgestiegen. Wir sind also ganze 4 Jahre ohne den kleinsten Defekt gefahren. Es war am Ende nur ein Dichtring an einer Klimaleitung. Er wurde ersetzt, seitdem läuft sie.
Als Nächstes ist dem Autohaus im Januar 2025 bei einer Inspektion aufgefallen, dass vorn links die Feder gebrochen war. Da diese trotz Seikel original geblieben ist, wurde sie durch ein Neuteil auf Garantie ersetzt. Ich hatte zum Glück die Anschlussgarantie, musste also nichts bezahlen.
Bei knapp 100.000 km waren dann im September 2025 die Bremsen vorn fällig. Auch die Yokohama Geolandar AT-Bereifung war verdienterweise fällig. Da wir mit diesem Reifen sehr zufrieden sind, blieben wir dabei und orderten 4 neue. Einige Sorgen bereiteten uns beim Wechsel allerdings die Felgen. Wir fahren ja die Klassik B von Delta 4×4 und nach 5,5 Jahren mit einigen Geländepassagen waren die äußeren Ringe recht ramponiert. Genau dafür sind sie ja auch da und sollten im Zuge des Reifenwechsels ersetzt werden. Die Schrauben sahen das allerdings ganz anders und wollten einzeln ausgebohrt werden.


Nach einem Rad habe ich aufgegeben und die Räder mit einem Satz neuer Ringe verkauft. Delta 4×4 konnte zwar garantiemäßig nichts mehr machen, hat mir aber einen echt guten Preis für einen Satz neue Felgen gemacht, die nun mit den neuen Reifen auf dem Caddy sind. Wir haben dieses Mal die schwarzen Ringe schwarz gelassen, so sehen die Felgen gleich noch etwas größer aus. Was meint ihr?

Das wäre es eigentlich gewesen, wenn nicht kurz vor diesem Blog noch gleich zwei Mängel aufgetreten wären. Als Erstes machte sich ein klackerndes Geräusch aus dem Fahrwerk bemerkbar. Laut Werkstatt ein nicht so seltenes Problem beim Caddy – die Gelenkwelle vorn links. Aufgrund des Fahrzeugumbaus mussten wir über eine Kulanz gar nicht nachdenken und so ersetzten wir die Gelenkwelle gegen eine neue aus dem Hause SKF. Ob das jetzt mit der Höherlegung zu tun hatte oder einfach eine Folge der Kilometerleistung war, wir werden es nicht erfahren. Bei einem Materialpreis von knapp 150,– aber zu verschmerzen.
Ärgerlicher war da schon der jetzt wirklich letzte Defekt bis heute. Im Januar 26, bei knapp über 100.000 ging beim Starten die Motorkontrollleuchte an, löschen brachte nur kurz Linderung. Also Fehler auslesen und ein bekanntes Problem beim 2.0TDI finden. Die Glühkerze am 3. Zylinder ist hinüber. Ja genau, die teure mit dem Sensor dran. Wurde bei der letzten Inspektion gleich mitgemacht. Und das war‘s!
Fazit:
Auch wenn ich immer mal mit einem anderen Fahrzeug liebäugele, einen echten Ersatz für den Caddy gibt es aktuell nicht. Die Kombination aus 4Motion, Anhängelast, riesigem Kofferraum und genug Platz für 5 Personen macht ihn unverzichtbar. Gibt es etwas zu kritisieren? Ja! Der Fahrkomfort ist aus meiner Sicht nicht optimal. Die Blattfedern hinten mögen zwar gerade im Baustellenbetrieb dank der hohen Zuladung ihre Daseinsberechtigung haben, aber wer viel ohne Last und Anhänger unterwegs ist, wird merken, dass der Unterschied zu einem Passat (nur als Beispiel) schon recht groß ist. Mit Wohnwagen am Heck ist es aber dafür sehr entspannt, da wippen PKW deutlich mehr.

Wir mögen den Caddy und ab sofort darf auch der Nachwuchs, dank erworbenem Führerschein, damit fahren. Bin gespannt, wann (und ob) sie mit ihren Freundinnen ins Vanlife-Abenteuer starten will!



















































































































































