Bangkok – das volle Programm

Mal etwas ganz anderes – Bangkok. Ja wir waren in Bangkok, natürlich ohne Camper. Dafür mit dem Flugzeug und auch nur zu zweit – Ich (Micha) und die ältere Tochter.

Und wisst ihr, welche Fragen ich ständig beantworten musste? Wo geht es nach Bangkok hin? Warum nur Bangkok? Warum im Sommer? Und unsere Antwort: Weil wir es so wollten.

Die Tochter ist volljährig und hat ihr Abi in der Tasche und sie hatte Lust auf Stadt. Nicht auf wandern, nicht auf Werbefernsehen-Badebucht, nur Stadt. Aber bevor wir dort sind, brauchte es eine Weile. Hier die Stationen im Schnelldurchlauf: Mit dem Auto nach Erfurt – das klappt gut, auf dem Bahnhof gibt’s sogar noch Brezeln, Kaffee und Pizza. Danach mit dem vollen ICE nach München, wir haben Sitzplätze, natürlich nicht nebeneinander, aber das verkraften wir. Die obligatorische Verspätung von 30 Minuten haben wir natürlich eingeplant, dass der Münchner Bahnhof eine einzige Baustelle ist jedoch nicht. Hier bekommen wir wohl nichts zu essen, also mit der S-Bahn zum Flughafen. Dort gibt es dann erstmal Mittag. Pünktlich steigen wir in das Flugzeug nach Jordanien, wir haben uns noch gefreut, dass scheinbar neben uns kein Sitzplatz ist, zumindest sah das so auf dem Buchungsplan aus. Allerdings war erst ein leerer Sitz dort und kurz drauf ein echt seltsamer und vor allem breiter Typ. So wie er sich verhalten hat, kann es nur ein Air-Marshall gewesen sein – saß der absichtlich neben mir? Noch wilder wird es auf dem Flug nach Bangkok, wir konnten keine Plätze nebeneinander buchen und müssen 2 Mittelplätze nehmen. Das Pärchen, es dachte wohl es ist sehr clever, reichte nun ständig irgendwelche Dinge oder Essen über mich hinweg, wir hätten auch einfach die Plätze tauschen können… Auf beiden Flügen gab es tatsächlich nichts Vegetarisches zu essen, leben wir wirklich im Jahr 2026? Insgesamt ein langer Trip. Zum Glück werden wir am Flughafen von einem Fahrer abgeholt. Ich bin so müde und er will uns so gern ganz viel erzählen. Das ist total nett aber noch dazu spricht er kaum englisch, das hält ihn natürlich nicht ab es zu tun. Es ist später Nachmittag und der Verkehr wird immer dichter. An der Stelle mit den meisten Autos, TuckTuck und Rollern sind wir angekommen. Unser Hotel Royal Bangkok @Chinatown macht seinem Namen alle Ehre, zentraler kann man hier wohl nicht wohnen.

Es ist mittlerweile kurz vor 19:00 Uhr Ortszeit. Trotzdem verschwinden wir erstmal auf unserem Zimmer. Kein Luxus aber völlig in Ordnung. Danach machen wir uns auf die erste Abendessensuche. Direkt vorm Hotel gibt es ja unzählige Straßenküchen, die Entscheidung fällt also nicht leicht. Was uns auch auffällt: Es stinkt! Ein ganz eigener Geruch, später erfahren wir, dass es eine Mischung aus der traditionellen Fischsoße (fermentiert), der Stinkfrucht und der Kanalisation (die Essenstände stehen oft genau auf den Gittern um die eigenen Abfälle gleich verschwinden zu lassen) ist. Die Essensentscheidung nimmt uns die Regenzeit ab. Wir sind ja im August hier und scheinbar kommt jeden Abend ein Schauer. Wir wählen also das nächste „Dach“ und schauen was es dort gibt.

Es werden Dumplings, in vegetarisch also teilen wir uns unsere Portion. Weil der Regen hier scheinbar nie lang anhält, können wir weiter und finden auf dem Rückweg noch ein Crêpe-Stand auf Thai. Also einmal Crêpe mit Schoko und Banane für uns – lecker!

Tag 2 – unser erster Tempel

Wir haben den Schlaf gebraucht und genossen. So sehr, dass wir den Wecker noch ein Paar mal ausdrücken. Aber wir wollen die Stadt erleben also raus aus den Betten und hoch ins Frühstücksrestaurant. Die Speisen sind gewöhnungsbedürftig aber gut, der Ausblick ist spitze.

Wir wollen heute unseren ersten Tempel besuchen. Wenn wir schon in Bangkok sind, dann auch das volle Programm mit Tempel und Buddha. In Bangkok kannst du diverse Fortbewegungsmittel nutzen, wir werden die meisten ausprobieren, heute ist erstmal Boot dran. Also laufen wir das Stück zum Ratchawong Kai. Am ersten Tag ist selbst dieser kurze Weg das reinste Abenteuer…

Dort haben wir die Wahl zwischen roter, grüner und gelber Linie. Eigentlich fahren alle dieselbe Route, je nach Farbe der Fahne aber mehr oder weniger touristisch und eben auch die Haltestellen angepasst. Auch wenn wir heute noch gar nicht so richtig wissen, wie das funktioniert, die ThailänderInnen sind alle nett und versuchen uns zu helfen. Kurz drauf sitzen wir mit einem billigen Ticket im gelben Boot und bestaunen die Stadt vom Wasser aus.

Am Ratchaworadid Pier steigen wir aus, unser Ziel ist nämlich der große Palast. Vom Pier geht es eine kurze Einkaufsstraße entlang. Hier gibt es unter anderem die langen Hosen, die beim Besuch der Tempel nötig sind. Warum alle Touristen denken, es müssen immer die mit den Elefanten drauf sein, wissen wir nicht. Achtet mal drauf wenn ihr dort seid! 😉 Und dann geht es rein. Sicherheitskontrolle, Rucksäcke kontrollieren und in einer langen Schlange durch den Eingangsbereich.

Drinnen verläuft es sich ein wenig, voll ist es natürlich trotzdem. Und vor allem ist der Tempel beeindruckend, deswegen auch ein paar mehr Fotos in der Galerie. 😉

Nachdem wir uns die volle Gold-Dröhnung gegeben haben schlendern wir zum Pier und beginnen eine wundervolle Tradition. Wir entdecken die thailändischen Smoothies für uns. Die gibt es überall hier, wir beschließen aber, sie nur in echten Läden zu kaufen also nicht an der Straße ohne Strom. Wir suchen uns also eine Fruchtsorte aus, diese kommt frisch in den Mixer, Eiswürfel dazu und je nach Obstsorte noch ein süßender Sirup. Das ganze mixen und fertig. Bei über 30 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit das perfekte Mittagessen.

Gestärkt machen wir uns zu Fuß auf zum Wat Pho, das klingt dramatischer als es war. Beide Anlagen liegen quasi nebeneinander und wir laufen keine 10 Minuten. Schon tauchen wir ein in die nächste Überdosis aus Gold und Prunk.

Hier ist es nichts ganz so voll aber genauso beeindruckend. Und hier finden wir ihn auch, den riesigen liegenden Buddha.

Aller guten Dinge sind drei und wir geben uns heute die volle Ladung! Also setzen wir uns in die Fähre und überqueren den Fluss.

Genau gegenüber steht nämlich schon der nächste Tempel: Wat Arun.

Erst dachten wir, dass hier jede Menge traditionelle Einheimische leben, bis wir die Massen an Fotografen sehen. OK, auch das Aussehen der (meist) Damen in den traditionellen Gewändern war nicht immer Thailändisch. Hier gibt es massenhaft Läden rund um den Tempel bei denen man Kleidung, Make-Up und gleich einen Fotografen dazu kaufen kann. der ganze Palast gleicht also einem Foto-Set. Das ist uns zu viel, wir bleiben also nicht lange sondern nehmen die Fähre zurück auf die andere Flussseite. Dort angekommen, entscheiden wir zurück zu laufen. Wir wollen einfach noch mehr vom Bangkok.

Natürlich probieren wir auch eine frische Kokosnuss am Straßenrand, mit dem Ergebnis: Wir bleiben beim Smoothie… Auf unserem Rückweg kommen wir an einem interessanten (nennen wir es mal) Markt vorbei. Es ist alles voller gelber Blumen und die ArbeiterInnen sitzen auf dem Boden und flechten sie zu Kränzen.

Wir haben keine Ahnung wofür und versuchen das auf Englisch rauszubekommen. Da wir hier aber die einzigen Touristen sind, spricht auch niemand englisch, Google hilft uns aber und so erfahren wir, dass diese Kränze als Ehrung und Opfergaben gelten. Später sehen wir sie dann an allen möglichen Ständen zum Verkauf. Wir laufen weiter und kaufen erste Souvenirs und Geschenke. An Läden mangelt es hier nicht.

Irgendwann spuckt uns dieser riesige Markt wieder aus und wir gehen die letzten Meter zum Hotel.

Und wenn wir schon ein Hotel mit Pool auf dem Dach haben, dann nutzen wir das natürlich auch noch.

Danach geht es frisch geduscht wieder ins Getümmel. Wir entscheiden uns heute für ein Rahmenrestaurant. Unser Essen ist lecker aber neben uns sitzt eine Europäerin, sie kämpft sowohl mit den Tränen als auch mit dem scharfen Essen. Gut, dass wir wenig scharf bestellt haben. Diesmal kommt der Regen erst später und so beobachten wir das aufziehende Gewitter von unserer Dachterrasse aus.

Tag 3 – Shopping

Tempel hatten wir gestern genug. Unser Fahrer vom Flughafen hatte uns ja einige oft unverständliche Tipps gegeben. Einen haben wir verstanden: Ihr müsst ins Iconsiam. Also nehmen wir die gelbe Linie (Boot) bis direkt zum Einkaufszentrum Iconsiam. Wir bummeln durch alle Etagen, staunen und lachen über viele Dinge aber viel kaufen, ne das nicht.

Dafür ist der Ausblick von der Terrasse (und dem Apple Store) gigantisch.

Unser Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Also wieder raus in die Stadt.

Dann geht es aber nicht zurück, der Plan für heute Abend ist der Asiatique Nachtmarkt. Das Schiff dorthin ist kostenlos. Zumindest wenn man sich nicht dazu überreden lässt, die Gelbe Linie dorthin zu buchen. Start und Ziel ist jeweils das Pier Sathorn. Wir müssen eine Weile auf unser Boot warten, werden aber bestens vom Schaffner unterhalten. Er erzählt uns allerhand spannendes über Bangkok und bringt uns Danke auf Thai bei. Dort angekommen, kaufen wir Hosen, Magnete und einiges mehr. Hier ist es im Gegensatz zum Einkaufscenter wesentlich günstiger. Danach gibts, wie soll es anders sein, Nudeln.

Neben exotischen Tieren mussten wir leider auch einen Laden sehen, in dem man alles streicheln konnte, was man sich nur vorstellen kann. Da saßen diverse Tiere auf dem nackten Boden und mussten ertragen, dass kleine Kinder sie als Spielzeug ansehen, erschreckend.

Die Rückfahrt im Dunkeln ist dafür wieder positiv beeindruckend, und das wieder ganz umsonst.

Vom Pier zum Hotel wollen wir heute nicht laufen aber wir werden mutiger. Mittlerweile haben wir gelernt, dass hier in Bangkok sehr defensiv gefahren wird. Also trauen wir uns und nehmen ein TuckTuck für 160 Bhat.

Tag 4 – schwimmende Märkte

Wir lassen uns nach dem Frühstück vom Bolt abholen. Der Fahrer bringt uns für 160 Bhat zum Taling Chan Floating Market.

Der ist irgendwie sehr enttäuschend. Zum Glück haben wir heute noch einen anderen geplant, laut Google soll es von hier ein sehr günstiges Boot dorthin geben. Irgendwann geben wir die Suche auf und zahlen 300 Bhat um mit dem Touristen-Boot durch die Kanäle zum Klong Lat Mayom Floating Market zu fahren.

Die Tour ist spannend (und ihr Geld wert) und wir sind endlich auf einem Markt, der unserer Vorstellung nahe kommt. Natürlich ist das alles hier für Touristen gemacht aber man kann erahnen wie es ursprünglich war.

Wir schlendern durch die Marktstände…

…und finden noch ein paar tolle Fotomotive am und auf dem Kanal.

Danach reicht es uns. Wir schauen erst ob wir rings um den Markt noch etwas authentisches Thailand sehen können aber da ist nicht viel zu sehen. Also fahren wir mit ’nem Bolt zum Chao Phraya Sky Park. Wir hatten Fotos von dieser Fußgängerbrücke gesehen und sind gespannt. Erstmal müssen wir aber vor dem 7-Eleven warten bis unser Fahrer Geld gewechselt hat, er kann nämlich (wie oft) nicht rausgeben. Die Brücke ist toll, viel grün, mehrere Ebenen und immer wieder Plätze zum Hinsetzen, Ausruhen und den Ausblick genießen.

Von dort aus, laufen wir zu Fuß zum Hotel, natürlich darf der Smoothie nicht fehlen.

Am Abend haben wir genug Trubel gehabt, decken uns bei einem der zahllosen 7-Eleven mit Rahmen und Snacks ein und essen auf dem Zimmer.

OK, kurz gehe ich doch noch mal nach unten und besorge uns Nachtisch, konnte mich nicht entscheiden, also alle 4.

Tag 5 – großer Buddha

Was wir in Bangkok total unterschätzt haben ist, dass kaum jemand Kartenzahlung akzeptiert und dass nicht jeder Geldautomat meine deutsche Kreditkarte akzeptiert. Heute Morgen haben wir aber Glück und finden einen Automaten. Zähneknirschend zahlen wir auch die 300 Bhat Gebühr. Dafür haben wir unsere heutige Tour mit Get-your-Guide gebucht und auch online bezahlt. Ob das gut war, wissen wir noch nicht. Treffpunkt ist wieder der große Palast. Da wir mittlerweile Profis sind, nehmen wir die gelbe Linie und steigen natürlich eine Station zu früh aus. Egal, wir nutzen unseren Fehler um den Smoothiestand hier aufzusuchen, den wir schon kennen. Danach schlendern wir mit kaltem Getränk in der Hand zum Treffpunkt. Unsere Guide spricht gut Englisch und erzählt uns, dass wir noch auf vier weitere TeilnehmerInnen warten. 2 Engländerinnen kommen kurz danach, der Rest taucht einfach nicht auf, also geht es los. Am Pier steigen wir in ein traditionelles Longboat, also fast, denn natürlich paddelt hier keiner mehr sondern ein riesiger LKW-Motor übernimmt das.

Gebucht haben wir eine Tour durch die Kanäle vorbei am großen Buddha. Dazu überqueren wir den großen Fluss und verschwinden auf der anderen Seite in einen Kanal. Hier sieht es eher nach Industriegebiet aus aber mal sehen.

Mit unserer Guide hatten wir auf jeden Fall Glück. Sie erzählt uns viel Interessantes und vor allem spricht sie ein gut verständliches Englisch. Auch die Industrie lassen wir hinter uns.

Dann blitzt er schon immer mal durch die renovierungsbedürftigen Häuser, ein riesiger goldener Kopf.

Und er ist wirklich riesig! Leider ist ein Stopp in unserer Tour nicht vorgesehen und so fahren wir zweimal dran vorbei.

Kurz danach erleben wir, wie ein Unfall hier auf dem Wasser abläuft. Unser Fahrer kann an einer Kreuzung nicht rechtzeitig bremsen und kracht seitlich in ein anderes Longboat.

Wir gehen davon aus, dass wir erstmal anhalten und Daten austauschen oder gar die Polizei kommt. Quatsch. Beide Fahrer wechseln 2 Worte und wir fahren weiter. Ganz folgenlos bleibt der Crash aber nicht. Alle Bootfahrer die uns ab jetzt entgegenkommen, machen sich mit Worten oder Gesten über unseren armen Kapitän lustig – so läuft das hier also.

Wir fahren weiter, nächster Halt ist der Künstlermarkt und ein kleiner Tempel direkt daneben. Eigentlich sind wir keine Freunde von Reisegruppen, da wir aber nur 4 Gäste sind, ist es sehr entspannt und wir erfahren jede Menge über den Buddhismus und Thailand. Langsam verstehen wir auch, warum die Thailänder so sind wie sie sind.

Bevor wir uns auf dem Markt trennen kauft unsere Guide noch eine riesige Tüte Fischfutter und wir besänftigen gemeinsam die Götter oder woran wir auch immer glauben.

Danach ziehen wir allein los. Muss man zu dem Künstlerhaus? Nein, muss man nicht unbedingt aber es ist ganz nett hier.

In einer kleinen Nebenstraße finden wir noch handgemalte Postkarten, der Verkäufer ist gleichzeitig der Künstler und wir sind begeistert. Mitbringsel haben wir somit erledigt!

Danach geht es mit dem Boot zurück. Das Wetter ist heute nicht so prall, der Himmel verspricht nichts Gutes…

Gerade als wir am Pier ankommen, öffnen sich die Pforten und uns bleibt nichts anderes als abzuwarten. Wir sind nicht allein, neben uns sitzt ein Pfau, dem es wohl auch zu nass war.

Als der Regen weniger wird, beschließen wir loszulaufen. Wir haben die Regenschirme immer dabei und heute nutzen wir sie auch mal. Unterwegs kommen wir am Irvin vorbei, einem netten Restaurant in dem alle Bedienungen als Thai-Boxer angezogen sind. Das Essen ist hervorragend und oben drauf gibt es noch ein Eis aufs Haus. Was uns erfreut ist, hier ist vegetarisch auch wirklich vegetarisch. Die Bedienung weist uns gleich darauf hin, dass die Speisen dann ohne die Fischsoße gemacht ist – in Chinatown eine Ausnahme.

Danach geht es ins Hotel, da der Regen vorbei ist, nutzen wir wieder mal den Pool auf dem Dach. Irgendwie sind wir mit den Tageszeiten durcheinander gekommen, das stört hier beim Essen zum Glück niemanden. Also geht es jetzt nochmal nach unten. Wir haben im Netz ein Veganes Restaurant „So Vegan“ gefunden, das probieren wir aus. Es liegt eine Straße weiter in einem Einkaufscentrum der I’m Chinatown Mall. Gemütlich ist es zwar nicht, aber lecker.

Tag 6 – Pixel-Haus

Wir haben dieses Haus schon oft gesehen, mal von der Dachterrasse unseres Hotels oder aus dem Einkaufszentrum, wir haben ihm sogar einen Namen gegeben: Pixeltower – der Name erklärt sich von selbst, es ist das hohe Haus links hinten. Dabei hat er natürlich einen Namen: MahaNakhon

Heute wollen wir ihn also bezwingen. Tickets kann man Online kaufen, haben wir. Also rufen wir uns ein Bolt und fahren dorthin. Die Sicherheitskontrolle am Eingang ist mindestens so hart wie am Flughafen, Rücksäcke dürfen nicht mit hoch, egal wir wollen eh nicht runterspringen. Das erste Highlight erleben wir im interaktiven Fahrstuhl. Alle Wände (ja alle) sind animiert und so fährt man durch wilde Phantasiewelten nach oben. Der Dachbereich besteht aus 2 Etagen, irgendwie wirkt hier alles lustlos. Man erwartet doch ein nettes Café oder so hier oben. Aber egal, wir gehen raus! Und der Ausblick ist schon gigantisch.

Nach langem Suchen finden wir auch unser Hotel im Gewimmel. Ihr auch? 😉

Das eigentliche Highlight ist aber der Skywalk. Frei schwebend gibt es hier eine große Glasfläche und, na klar, auf die müssen wir drauf.

Wir sitzen noch eine Weile und genießen den Ausblick, für nur 5 Minuten wäre es auch echt zu teuer.

Dann tauche wir wieder ein in die Welt, die wir eben von oben gesehen haben (siehe beide Bilder oben – gleiches Motiv). Unser Flughafenfahrer (der mit dem schlechten Englisch) hatte uns noch etwas empfohlen und das ist gar nicht weit. Es soll noch so etwas wie einen Skywalk geben aber direkt über der Straße und direkt für Fußgänger von einem Einkaufszentrum zum nächsten.

Wir finden ihn aber er haut uns jetzt nicht wirklich vom Hocker. Aber hey, wenn er doch von einem zum anderen Einkaufszentrum geht, dann gehen wir eben da rein.

Wir können uns gerade so zurückhalten und kaufen keine Krawatte in Fischform. Die Luft ist aber raus und wir fahren zurück ins Hotel. Am Abend treibt mich die Unruhe aber noch mal nach draußen. Mittlerweile weiß ich wie der Verkehr hier funktioniert und so suche ich mir noch ein paar Fotomotive im Nachtleben von Chinatown.

Ja ich weiß, das sind viele Fotos aber glaubt mir, das ist nur ein winziger Ausschnitt von diesem Abend. Das letzte Foto zeigt übrigens unser Hotel, näher dran kann man nicht sein.

Tag 7 the ancient City

So langsam geht unser Städtetrip zu Ende und wir überlegen was wir unbedingt noch sehen wollen. Irgendwie ist es doch komisch, dass Bangkok am Meer liegt und niemand redet darüber. Es wäre also irgendwie cool, das Meer wenigstens mal zu sehen. Andererseits haben wir im Netz auch die Ancient City gefunden, eine Art Freizeitpark in dem man die kulturellen Highlights von Thailand sehen kann. Da ganze hat sogar die Form von Thailand in Mini. Wir entscheiden uns für beides. Heute nutzen wir wieder mal die Öffentlichen, erst geht es per S-Bahn bis zur Endstation, danach weiter mit Linie 33 – so zumindest steht es im Plan. Was wir nicht ahnen, Linie 33 ist dieser PickUp:

Wir haben es überlebt und der Fahrer winkt uns freundlich zum Abschied. Irgendwie sieht es hier so gar nicht nach Freizeitpark aus aber wir laufen erstmal mit Google Maps los. Kurze Zeit später sieht es besser aus und das Schild kann nicht irren.

Heute ist es verdammt heiß und sonnig (ganz anders als der Wetterbericht sagt) und so entscheiden wir uns für eines der Leih-Golfkarts.

Am Einparken kann meine Chauffeurin noch arbeiten 😉 Wir bekommen am Eingang einen Plan und die nette Mitarbeiterin kreuzt uns auch gleich an, was sich lohnt. Also fahren wir das ab.

Wir sind uns nicht sicher ob es uns gefällt, ist zwar beeindruckend aber eben alles Fake. Und es verdammt leer hier überall. Wir bleiben ungefähr 3 Stunden, dann haben wir alles gesehen und geben unseren Wagen wieder ab. Es ist kurz nach Mittag und verdammt heiß. Wir könnten 20 Minuten zu Meer laufen, entscheiden uns aber für ein Bolt. Kurz darauf stehen wir in einer Sackgasse, vor uns das Meer. Also naja, irgendwie ist es das, obwohl wir uns das anders vorgestellt haben.

Wir sind irgendwie mitten im Nirgendwo, der Dreck liegt überall und um uns herum stehen alte Schiffe und Maschinen.

Laut Maps soll ganz in der Nähe ein gut bewertet Restaurant sein, also laufen wir am Ufer entlang, erst durch dieses ganze Chaos aber später wird es dann ganz nett.

2 Restaurants lassen wir links (eigentlich rechts) liegen und vermuten auch, dass das nächste nicht mehr ist als ein Imbiss. Nein! Wir werden absolut überrascht. Es ist toll! Wir sind im Afternoon Bangpu gelandet und hier gefällt es uns. Das Restaurant hat einen tollen Ausblick aufs Meer, überall wird feiner Wassernebel versprüht, so ist die Hitze heute gut zu ertragen.

Es gibt guten Kaffee aus selbstgetöpferten Tassen auf selbstgetöpferten Fliesentischen. Hier ist mal kein Plastik-Wegwerfrausch und der Crepè schmeckt noch dazu toll.

Tag 8 Streetart

Unser letzter Tag und wir haben nichts Besonderes vor. Wir wollen nochmal eintauchen in das Bangkok auch außerhalb der Touristenwege. Vom Hotel aus machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Als wir mit dem TuckTuck gefahren sind, haben wir das Viertel schon mal gesehen, in das wir jetzt gehen.

Hier im Song Wat gibt es Street Art, nicht so viel, wie man denken könnte, wenn man sich die Berichte im Netz ansieht aber es ist ok. Bevor wir die aber finden, gönnen wir uns unseren täglichen Smoothie.

Was uns, ok vielleicht auch nur mich, in dieser Gegend viel mehr begeistert sind die kleinen Geschäfte. Es ist scheinbar die Gegend für Autoersatzteile. Hier gibt es aber keine Läden, in denen man alle Ersatzteile bekommt. Nein, je Laden gibt es genau eine Art von Teilen. Ein Laden mit Gelenkwellen, der nächste mit Kupplungen und immer so weiter.

Immer wieder parken irgendwelche alten Gefährte und zwischendurch, wie kann es anders sein, Tempel und Garküchen.

So verbringen wir den Tag und kommen erst abends und hungrig zurück. Wir lassen uns von einer netten Dame in ein Restaurant „locken“ und bereuen es nicht. Im Shaxia Snack gibt es leckere Nudeln, vor allem echt vegetarisch und die Bedienung ist megafreundlich.

Tag 9 die Abreise

Unser Flug geht erst abends und 18:00 Uhr holt uns das Shuttle ab. Bei Auschecken erfahren wir, dass wir daher unser Zimmer bis morgen haben, also können wir die Koffer dort lassen und am Abend auch noch mal duschen -perfekt! Wir lassen uns beim Frühstück Zeit und decken uns anschließend bei 7Eleven mit allerhand thailändischen Snacks für zu Hause ein. Danach geht es für uns zum ersten Mal zur Thai Massage, wir haben uns für die Blessed Hands Thai Massage entschieden, 5,0 bei über 1500 Bewertungen können nicht irren. Fotos gibt es davon natürlich nicht aber es war ein tolles Erlebnis. Dann heißt es wirklich, Bye Bangkok. Unsere Fahrerin kommt und wir fahren in der Dämmerung zum Flughafen. Hier klappt alles, es ist zwar voll aber wir haben genug Zeit und stimmen uns schon mal mit Burger King auf die westliche Welt ein. Auf dem Hinflug hatten wir uns schon eine ruhige Stelle im jordanischen Flughafen ausgesucht, hier wollen wir die 8 Stunden Aufenthalt schlafend verbringen. Umso überraschter sind wir, als wir vom Bodenpersonal der Jordanian Air einen Gutschein für eine Übernachtung im Airporthotel bekommen, leider braucht es gefühlt ewig bis alle bürokratischen Sachen erledigt sind und wir im Shuttle sitzen. Schon im Flughafen hingen Bilder vom 4-Sterne Hotel am Airport. Als wir ankommen, ist davon nicht viel übrig. Wir nehmen es locker, für ein paar Stunden Schlaf reicht es allemal und bequemer als auf dem Flughafenboden ist es auch. Sauberer ist es allerdings nicht, ganz im Gegenteil.

Dafür können wir am nächsten Tag noch einen Blick auf Jordanien erhaschen. Ich sag mal so, Lust auf Urlaub machte der nicht gerade.

Fazit:

Erst heute habe ich gelesen, dass Bangkok auf Platz 1 in mehreren Rankings einnimmt, unter anderem als beste Stadt der Welt 2026. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen aber es war toll. Die Menschen hier sind super freundlich, wir hatten nie das Gefühl unwillkommen zu sein und mal ehrlich so tief einzutauchen in eine Kultur, ein Land ist schon toll. Ich würde Bangkok in die „Muss-man-mal-gewesen-sein-Liste“ aufnehmen. Haben wir es bereut, nur in Bangkok zu bleiben? Überhaupt nicht!

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