Nordwärts

Roadtrip ans Nordkap und rund um die Ostsee

Ein Buch mit 432 Seiten von Naturzeit Vanlife, erschienen im Naturzeit Reiseverlag. Preis: 26,00 €

Ich bin im Winter zufällig über diesen kleinen Verlag gestolpert, als ich auf Instagram herumklickte und dachte mir, das passt doch genau in unser Thema. Hinter dem Verlag und auch dem Buch, welches ich heute hier vorstelle, steckt Stephanie Holtkamp und genau die schrieb ich an. So kam es, dass ich in letzter Zeit öfter mit dem Buch Nordwärts auf der Couch saß und das schlechte Wetter überbrückte. Vom Format her erinnert es an einen klassischen Reiseführer, aber das würde diesem Buch unrecht tun. Das Buch soll, so die Autorin, verhindern, dass man an tollen Orten einfach vorbeifährt, wenn man auf dem Weg in den Norden ist. Das große Ziel ist klar, so steht es ja auch auf dem Buchdeckel, das Nordkap. Wer von euch dieses Ziel hat, unseren Blog bereits studiert hat und gern etwas Papier in den Händen hält, dem bietet das Buch eine tolle Hilfe.

Sehr strukturiert, mit hilfreichen Übersichtskarten gibt es Tipps, was es sich anzusehen lohnt. Dabei ist es ganz und gar nicht Ziel, dass alle die gleiche Route abfahren. Für jede Region werden Tipps aufgeführt, einerseits Sehenswertes, andererseits aber auch Übernachtungsmöglichkeiten. Hier reicht die Spannweite vom Parkplatz mit Frischwasser bis hin zum tollen Campingplatz. Um das ganze noch einfacher zu machen, findet ihr zu allen Tipps auch die genauen GPS-Koordinaten.

So viel Inhalt, das erklärt auch die 432 Seiten. Aber keine Angst, das Buch ist nicht dafür gemacht, es vorher komplett durchzulesen. Es reicht, wenn man es dabei hat und für jede Region einen Blick hineinwirft. Außer es ist März, draußen ist es kalt und es regnet und ihr sitzt auf der Couch. Dann hilft es sogar, euch in Urlaubsstimmung zu versetzen, nicht zuletzt aufgrund der vielen schönen Fotos im Buch. Ihr merkt schon, ich mag es!

Fazit:

Das Buch ist toll! Aber für wen lohnt es sich? Für alle, die gerade ihre Tour in den Norden planen, egal ob das Ziel das Nordkap ist oder nicht. Hier gibt es jede Menge toller Ideen, was man im Norden alles erleben kann. Langjährige Skandinavienurlauber werden sicher vieles schon kennen, trotzdem war es schön zu lesen und liegt auf jeden Fall diesen Sommer im Wohnwagen bereit, wenn wir uns nach Norwegen aufmachen.

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    DRIVING OFF THE ROAD.

    Wie du richtig im Gelände fährst.

    Ein Buch mit 203 Seiten von Michael Scheler, erschienen im Pietsch Verlag. Preis: 29,90 €

    Wieder einmal halte ich ein Buch von Michael Scheler in den Händen, einige Rezensionen habe ich ja schon geschrieben. Nun verspricht der Buchtitel nicht weniger als die Geländefahrschule für Offroader. Ich bin gespannt oder sagen wir eher skeptisch. Wer erinnert sich schon gern an die Fahrschule oder gar an Schule und was hat uns dieser ganze theoretische Input am Ende fürs Leben gebracht?

    Im Vorwort bedient sich der Autor gleich mal eines rhetorischen Stilmittels, welches die Kommunikationsprofis „vorweggenommene Einwandbehandlung“ nennen. Sich nämlich für Dinge entschuldigen, bevor sich überhaupt jemand beschwert hat. So liest man schon im Vorwort, dass er das Buch nie schreiben wollte, weil es besser ist, das ganze praktisch anzugehen. Tja Michael (der Autor, nicht ich), hast du aber! Also schauen wir uns das Ganze an.

    Ich möchte trotzdem mit einem Lob beginnen! Man spürt in jedem Satz, dass der Autor weiß, wovon er schreibt, belegt er doch das ganze immer wieder mit Beispielen aus unterschiedlichsten Fahrzeugkategorien. Wer allerdings auf der Suche nach einer kurzweiligen Lektüre ist, sollte was anderes lesen. Es geht hier um Fakten, Fakten, Fakten. Es gibt kein Augenzwinkern und auch keine biergartentauglichen Geschichten. Dafür gibt es fundiertes Wissen, welches in sinnvolle Kapitel aufgegliedert ist. Vom Bergen über das Fahren auf Eis bis hin zum sinnvollen Werkzeug hier ist alles ordentlich aufgeschrieben. Natürlich dürfen auch die 10 Offroadgebote nicht fehlen, natürlich nicht vom Autor erfunden, aber immer gut in solch einem Buch aufgehoben. Zusätzlich enthält jedes Kapitel viele gut ausgewählte Bilder, die das geschriebene veranschaulichen und je eine Checkliste mit der knackigen Zusammenfassung auf einen Blick.

    Fazit:

    Schwierig! Gibt es solche Ratgeber? Wahrscheinlich jede Menge! Braucht es einen weiteren? Wahrscheinlich nicht! Würden wir uns dieses Buch kaufen? Nein! Warum nicht? Weil wir der gleichen Meinung sind wie der Autor, nämlich, dass man Offroad fahren nicht lernt, in dem man ein Buch liest. Wie Aristoteles schon sagte: ‚Dinge, die man nicht kann, lernt man am besten, in dem sie tut‘ Dazu käme das Buch auch gut 20 Jahre zu spät…

    Aber: Das Buch beinhaltet alles, was jemand braucht, der sich gern vor seiner ersten Tour alle theoretischen Grundlagen anlesen mag. Bist du genau so jemand? Dann ist das dein Buch.

    Werkzeuge

    Ein Buch mit 311 Seiten von Michael Allner, erschienen im Pietsch-Verlag. Preis: 29,90

    Ich habe dieses Buch schon seit dem letzten Jahr auf meinem Schreibtisch liegen, kam aber erst über die Feiertage zum Lesen. Ein Reisebuch hatte mich tatsächlich mehr gelockt 😉

    Ein Werkzeugbuch! Das liest sich natürlich nicht so flüssig wie ein Reisebuch. Das Buch kommt daher wie ein gutes Werkzeug, hochwertig mit festem Einband. Und ich finde, genauso kann man es auch beschreiben. Es ist ein gutes Spezialwerkzeug. Aber für wen ist dieses Buch geeignet? Die Antwort fällt mir schwer. Wir haben Sie zusammen besprochen und waren uns nicht so ganz sicher. Wenn ihr quasi in einer Werkstatt zu Hause seid, dann werdet ihr in dem Buch nicht viel Neues finden (außer Bestätigung). Aber auch wenn ihr so gar nichts mit Werkzeug am Hut habt, ist das Buch sicher nicht unbedingt das richtige für euch. Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Leute, die gerade einen Haushalt gründen, die in die Gartenarbeit einsteigen oder beginnen einen Van auszubauen genau die Zielgruppe dafür sind.

    Das Buch ist sehr gut strukturiert, die Werkzeuge werden nach den Anwendungsbereichen sortiert vorgestellt, erklärt und es gibt Tipps zum Kauf. Es gibt die Kapitel Handwerkzeuge, Elektrowerkzeuge und Spezialwerkzeuge für Fahrzeuge und Garten. Die Erklärungen sind auch für Laien gut zu verstehen und die Bilder helfen noch dabei. So kann man vor dem Baumarktbesuch einen guten Überblick erhalten, was gebraucht wird und was der Verkäufer nur gern los wird.

    Neben dem reinen Text kombiniert mit Bildern, gibt es für jedes Werkzeug noch Boxen, in denen kurz zusammengefasst wird, was beim Kauf zu beachten und was für die Benutzung besonders wichtig ist.

    Fazit:

    Das ist diesmal schwer. Das Buch ist qualitativ super! Die Frage, die bleibt ist, wer braucht es und wie schnell überholt sich das Wissen, gerade im Bereich der Elektrowerkzeuge. Wenn Ihr merkt, dass Ihr mehr über Werkzeuge wissen wollt oder ihr viel zu wenig davon habt, dann ist dieses Buch die erste Wahl.

    Mit dem Oldtimer durch Westafrika

    Ein Buch mit 326 Seiten von Berit Hüttinger und Andreas Helmberger, erschienen im Pietsch-Verlag. Preis: 29,90€

    Dieses Buch traf recht überraschend bei uns ein, eigentlich wollte ich gerade eine Rezension über ein Werkzeugbuch verfassen. Wenn ich es schon Mal in den Händen habe, kann ich auch einen Blick hineinwerfen. Aus dem Blick wurden gleich am ersten Abend über 100 Seiten. Ich nehme es vornweg: Ich mag das Buch. Die Beiden erzählen darin in einer sehr unaufgeregten Form von ihrem Abenteuer. Sie fahren mit einem uralten LKW quer durch Westafrika. Wer denkt, es handele sich um einen Reiseführer oder eine Anleitung wie ein solches Abenteuer umzusetzen ist, der liegt falsch. Spätestens beim Untertitel: ‚Wüste. Voodo. Viren. Federbruch‘ sollten daran Zweifel aufkommen. Beim Lesen überlege ich, aber was ist es denn nun? Irgendwo zwischen einem Reisebuch und ja, einem Roman. Und eine Geschichte erzählen, das kann das Buch gut. Zwischendurch gibt es dann auch noch immer mal eine Seite mit Tipps zum Trip oder dem Fahrzeug, zum Beispiel beim Durchfahren einer Wüste.

    Wem nur lesen zu langweilig, für den hält das Buch noch eine kleine Überraschung bereit. Aller paar Seiten kommt ein QR-Code und hinter diesem versteckt sich jedes Mal ein Lied. Diese haben immer irgendetwas mit der Geschichte zu tun, die man gerade liest. Eine echt gute Idee, auch wenn ich der Autorin zustimme, mit Karel Gott hätten sie nicht beginnen müssen.

    FotoEs gibt einen kleinen Kritikpunkt von mir. Beim Lesen passiert es mir immer wieder, dass ich neugierig die nächste Seite aufschlage um zu lesen wie es weiter geht. Aber das steht dort nicht. Wenn man solch eine tolle Reise in 326 Seite packen will, muss man scheinbar reduzieren. Daher fühle ich manchmal etwas getrieben beim Lesen. Gut zu wissen, dass die Geschichte die darauf folgt genauso interessant ist wie die vorherige.

    Als Hobbyfotograf werfe ich natürlich auch immer einen Blick auf die verwendeten Fotos. In diesem Buch wird nichts beschönigt oder romantisiert. Und genauso ist es auch mit den Fotos. Man hat zumindest das Gefühl, sie zeigen das wahre Leben auf der Straße. Mal Elend, mal Faszination, mal Dreck und dann wieder die ganze Schönheit Afrikas.

    Fazit:

    Für wen ist das Buch? Naja, auf jeden Fall für alle, die es zwar immer vor hatten aber nie losgefahren sind. Und dann noch für die ganz vielen anderen, die gern Reiseberichte lesen und nicht auf der Suche nach einem technischem Ratgeber sind. Kaufempfehlung? Ja!

    Produkttest K&F Concept Carbon-Stativ

    Es war Zeit für ein neues Stativ! Das alte hatte gut 10 Jahre auf dem Buckel, es war schwer und groß. Also sind das genau die Kriterien, welche ich an das neue stellte.

    Gesucht wird: Ein Stativ, leicht, klein aber stabil und multifunktional. Aufgrund meiner guten Erfahrungen mit K&F Concept (schaut euch gern die anderen Produkttests an -> klick) lag es also nahe, hier erneut zu schauen. K&F Concept stellte mir ihr neues Carbon-Stativ zum Testen zur Verfügung. Das Ergebnis lest ihr hier.

    Fangen wir vorn an. Beim Bestellen habt ihr die Wahl zwischen Aluminium und Carbon. Ich habe mich aufgrund des Gewichtes für Carbon entschieden. Ok, natürlich auch weil es einfach cooler aussieht. Anschließend gibt es noch 2 Größe zur Auswahl, neben meiner Variante von 1,7m gibt es noch die kleiner von 1,5. Geliefert wurde es in einem hochwertigen stabilen Karton. Im Inneren dann die erste Überraschung, das Stativ liegt nicht einfach im Karton, sondern es ist noch einmal gut geschützt in einer passgenauen Tasche – ja ok, wenn ich besser gelesen hätte, wüsste ich das, K&F zeigt es ja auf ihrer Seite. Die Tasche kann man wahlweise in die Hand nehmen oder mit einem Riemen umhängen. Wenn wir einmal beim Lieferumfang sind. Neben der Tasche und dem Stativ liegen noch die Bedienungsanleitung und 2 unterschiedliche Wechselplatten dabei (dazu später mehr)

    Nun aber zum Stativ! Es ist auf den ersten Blick ein klassisches 3-Bein-Stativ. Die Beine und das Mittelstück natürlich aus Carbon, alle anderen Teile aus eloxiertem Aluminium, alles macht einen echt coolen Eindruck und wirkt hochwertig. K&F hat bei diesem Stativ die Beine per Drehverschluss verstellbar gemacht. Ob das jetzt besser oder schlechter ist als mit kleinen Hebelchen, das müsst ihr für euch entscheiden. Mir gefällt es, weil man so weniger mit Kabeln oder Riemen hängen bleibt. Jedes Bein hat 4 verstellbare Elemente. Ganz eingefahren hat das Stativ eine Höhe von 39cm. Sind alle Beine komplett ausgefahren tront die neue Alpha 7R stattliche 170cm über dem Boden. Alles dazwischen ist stufenlos einzustellen. Bei einem ausführlichen Test bei -3 Grad in der Erfurter Innenstadt funktionierte das bestens.

    Was gerade für Aufnahmen in der Natur besonders cool ist, sind die „klappbaren“ Beine. Diese können so stehen, dass die Kamera oben ist, aber auch so, dass sie knapp über dem Boden (oder Wasser) unten am Stativ hängt. (siehe Bilder dazu). Wie schon geschrieben, liegen 2 Platten dabei um die Kamera mit dem Stativ zu verbinden. Die Schwarze ist die, die die meisten wohl kennen. Man kann sie einfach an die Kamera schrauben, in diesem Fall sogar schiebbar, so dass man die Platte nach eigenen Wünschen unter der Kamera positionieren kann. Die Orange Platte bietet daneben noch die Möglichkeit, Geräte ohne Gewinde unten aufzunehmen. Dazu kann man beispielsweise ein Smartphone einklemmen. Das funktionierte im Test auch gut, wird aber nicht mein Einsatzzweck dafür werden.

    Also ab auf die Straße und Testen. Um die Kamera in jeder Situation gerade ausrichten zu können, gibt es oben einen Aluminium-Kugelkopf. K&F gibt an, dass dieser bis 10KG belastbar ist, im Test mit meinem schwersten Objektiv (1,6kg) und der Alpha 7R hielt er bombenfest. Apropos bombenfest, falls es mal zu stürmisch wird und ihr Angst habt, eure Kamera könnte wegfliegen, an der Unterseite befindet sich ein Haken, an dem Ihr euren Rucksack hängen könnt.

    Was gibt es noch zu sagen?! Unterhalb des Kugelkopfes befindet sich ein 360 Grad-Drehring, somit kann man perfekte Panoramafots schießen ohne die Kamera zu versetzen. Natürlich gibt es auch die Wasserwage um die Kamera auszurichten ( meine Fotos haben prinzipiell einen schiefen Horizont, ich muss wohl einen Knick in den Augen haben. An den 3 Füßen befinden sich Gummikappen, damit rutscht nichts weg und auch empfindlicher Boden (z.B. im Studio) bleibt ganz.

    Das wäre es schon, wenn K&F nicht noch ein Gimmick eingebaut hätte. Eines der Stativbeine hat einen Moosgummigriff und genau dieses Bein kann man einfach abschrauben und erhält so ein Einbeinstativ. Gerade beim Wandern werde ich das wohl häufig nutzen.

    Fazit: Carbon und orange eloxiertes Aluminium, da hatte es eigentlich schon gewonnen. K&F hat hier aus meiner Sicht ein geniales Tool für Fotografen am Start. Gut zu bedienen, sehr fein einstellbar und beim Reisen besonders wichtig, leicht und klein.

    Falls Ihr Lust habt euch das mal anzuschauen, ich habe für euch einen 10% Rabatt ausgehandelt. Den bekommt ihr mit dem Code DEKF10 direkt bei K&F Concept