Unser neues Abenteuer-Allzweck-Mobil

Hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt, ich hätte ihn ausgelacht! Wir haben unseren Amarok verkauft. Nach knapp 10 Jahren und 2 Amaroks geht dieser Abschnitt nun zu Ende. War ich mit dem Amarok nicht zufrieden? Doch! Ich liebe ihn immer noch, er ist einfach das coolste Auto was der VW-Konzern aktuell zu bieten hatte. Nun ist die Produktion eingestellt und ich warte was da neues kommt. Ich hatte an dieser Stelle eigentlich fest mit einem der letzten Amaroks mit V6 und 258PS gerechnet. Line regte aber die Überlegung an, ob das Konzept Pickup für uns aktuell das richtige ist. Wir legten also ein paar Bedingungen fest, die unser neuer mitbringen muss. Die sahen so aus:

  • VW oder Audi (was anderes kommt nicht in Frage)
  • Allrad
  • 5 vollwertige Sitze
  • Platz für Fahrräder (am liebsten innen, zur Not oben drauf wenn es nicht zu hoch ist)
  • Anhängerkupplung mit 2.0t Anhängelast
  • gute Ausstattung
  • der Verbrauch sollte sich wesentlich vom Amarok unterscheiden (den V6 haben wir im Urlaub kaum unter 11 Liter bekommen)
  • irgendwie cool sollte er auch sein, die Latte hing hoch nach dem Amarok

Da blieb am Ende nicht mehr viel übrig. Und was übrig blieb, erfüllte den letzten Punkt (die Coolness) so gar nicht. Ich schlich (gedanklich) um Sharan und Caddy, praktisch ja aber der Rest?! Der Sharan bot dann auch noch zu wenig Platz für Räder im Innenraum und war uns zu hoch um diese auch noch oben drauf zu packen.

Caddy??? VW – Check! Allrad – Check! 5 Sitze – Check! Platz für Räder drinnen – im Maxi (der längere) Check! Gute Ausstattung – überraschender Weise Check! Verbrauch – Check! Blieben zwei Punkte übrig, die normaler Weise zum Ausschluss führen sollten. Aber da hatte mich schon eine Idee gefangen, die nun verfolgt werden sollte. Ab Werk darf der Caddy nämlich nur 1,5t ziehen und cool, nein cool ist so ein Caddy Maxi wirklich nicht. Als erstes mache wir eine Probefahrt mit Wohnwagen, die klappt erstaunlich gut. Danach wird recherchiert. Eine abnehmbare Anhängerkupplung gäbe es am Markt, die bis 1960kg geht. Das reicht! Wir bestellen kurz entschlossen bei unserem Stamm-Autohaus Schneider in Helbra einen niegel-nagelneuen Caddy in Schwarz mit so allem was es gab. Lediglich die Schiebefenster in den hinteren Türen ließen wir weg, ich hatte von Dichtigkeitsproblemen gelesen und bin da vom Wohnwagen geprägt. Zu Lines Geburtstag war es dann so weit, wir konnten dieses Symbol der Spießigkeit abholen. Ich mochte ihn trotzdem irgendwie. Die Kinder auch!

In den vergangenen 2 Monaten habe ich allerdings einen Masterplan ersonnen und bin mit Delta4x4 in Kontakt getreten. Die Firma ist bekannt für ihr Offroad-Zubehör und hat mich bereits beim Projekt Amarok unterstützt. Als Sebsation Boser von meinem Plan er fuhr, willigte er ein und wir beschlossen den #thewildcaddy zu bauen. Im Laufe der Planung kamen noch die Firma Seikel für das Fahrwerk und den Unterfahrschutz dazu, vielen Dank an dieser Stelle an Frau Seikel für die unkomplizierte Unterstützung. Für die Reifen sagte uns (wie schon beim Amarok) die Firma Yokohma ihre Unterstützung zu.

Direkt nach der Übergabe im Autohaus verschwand der Caddy also in der Werkstatt, zuerst beim Folierer (Danke Norman für die gute Arbeit) NF-Folientechnik und anschließend direkt in Bayern bei Delta4x4. Nach 2 Monaten ohne Auto konnte ich ihne dann mitten im Corona-Shutdown dort abholen. Übergabe erfolgte mit Mundschutz am offenen Fenster und da stand der dann:

Ich war begeistert und steuerte ihn gleich nach der Heimkehr auf unsere Halde im Ort für ein ausgiebiges Fotoshooting.

Das soll nun unser Begleiter für die nächste Zeit sein. Was wurde alles geändert?

  • Folierung in Grün, grau, schwarz matt
  • Räder: Klassik B Felgen von Delta4x4 mit 215/60R17 Yokohama Geolandar G015 AT Reifen
  • komplettes Höherlegungsfahrwerk von Seikel
  • Unterfahrschutz aus Aluminium von Seikel
  • abnehmbare AHK mit 2.0t Zuglast

Für diejenigen, die auch die originale Ausstattung interessiert, hier mal die Liste vom Autohaus:

Caddy Maxi Highline 7-Sitzer Motor: 2,0 l TDI EU6 SCR BlueMotion Technology 110 kW in Deep Black Perleffekt

Getriebe: 4MOTION 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Die Sonderausstattungen:

  • 12-V-Steckdose mit Zigarettenanzünder und Aschenbecher
  • Vorbereitung AHK mit Gespannstabilisierung
  • App-Connect, Volkswagen Media Control und zweite USB-Schnittstelle Volkswagen Media Control, WLAN-Schnittstelle und App-Connect Zwei USB-Schnittstellen (auch iPod-/ iPhone-/iPad-fähig) und Multimediabuchse AUX-IN
  • Außenspiegel, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbar
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer und LED-Tagfahrlicht, abgedunkelte Rückleuchten
  • Car-Net Guide & Inform, Laufzeit 3 Jahre Car-Net Guide & Inform Basic und WLAN-Schnittstelle
  • Designpaket Einstiegsleisten in Aluminiumoptik Pedalerie in Aluminiumoptik
  • Diebstahl-Alarmanlage mit Back-up-Horn und Zentralverriegelung 2 Funkklappschlüssel
  • Digitaler Radioempfang (DAB+)
  • Fernlichtregulierung „Light Assist“
  • Ladekantenschutz in Edelstahloptik,
  • LED-Innenraumbeleuchtung im Fahrerhaus mit einer LED-Leuchte im Handschuhfach LED-Leseleuchten im Fahrgastraum und LED-Heckklappenbeleuchtung
  • Multifunktions-Lederlenkrad (3 Speichen) mit Schaltwippen
  • Navigationssystem „Discover Media“ mit 6 Lautsprechern 6 Lautsprecher Elektronische Sprachverstärkung Mobiltelefon-Schnittstelle Navigationssystem „Discover Media“ (Datenträger integr.)
  • Nebelscheinwerfer inkl. Abbiegelicht
  • Parklenkassistent „Park Assist“ und ParkPilot im Front- und Heckbereich mit Rückfahrkamera „Rear View“
  • Automatische Distanzregelung ACC „follow to stop“ bis 160 km/h, inklusive Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Gepäck-Auffangnetz im Fahrgast-/Laderaum
  • Verbundglas-Frontscheibe in Wärmeschutzglas, beheizbar
  • Wasserzusatzheizung mit Zeitschaltuhr und Funkfernbedienung

Nächste Woche (Pfingsten) steht der erste Echttest mit Wohnwagen an, wir sind gespannt! Eine Probefahrt mit Fahrrädern drin hat er bereits gut gemeistert.

Nachtrag: Anhängelast

Oft werden wir darauf angesprochen, dass der unseren Wohnwagen gar nicht ziehen darf. Daher hier nochmal ein paar Erläuterungen dazu.

Wir haben den Caddy ohne Anhängekupplung bestellt, allerdings mit der Vorbereitung auf die AHK. Dann haben wir im Netz gesucht und mehrere Firmen gefunden, welche eine stärkere AHL anbieten. Allerdings wollten alle bis auf eine, den Fahrzuegschein vorher haben. Wie soll das gehen? Ich kann das Auto nur bestellen, wenn wir wissen ob der Caddy den Wohnwagen ziehen darf? Schließlich habe ich die Firma MAD Vertriebs GMbH gefunden, diese bestätigte mir dann recht unkompliziert, dass eine Auflastung möglich ist. Als der Caddy dann angekommen war, montierte unser Autohaus (Autohaus Schneider) die abnehmbare AHK und schloss die Elektrik an. Hier entscheiden wir uns für den orginalen Satz, passt besser. Nun noch die Freischaltung im Steuergerät (Einparkhilfen müssen auch informiert werden.) und schon war es fertig. Zeitgleich haben wir noch vom Autohaus das extra Kabel für das Zündungsplus legen lassen, somit können wir während der fahrt die Batterie im Wohnwagen laden und den Kühlschrank betreiben (liegt original nicht).

Mittlerweile waren wir mit dem Gespann auch in den Alpen und sind sehr zurfrieden!